Denken wie ein Produktdesigner

Verstehen - Beobachten - Lösen

Das Design Thinking Playbook schafft Verständnis für die Bedürfnisse des Nutzers.

Design Thin­king gilt als die neue, krea­ti­ve Trend­me­tho­de zur Inno­va­ti­ons­ent­wick­lung.
Wir als Indus­trie­de­si­gner schmun­zeln hin und wie­der über den Hype, der rund um den Ansatz gewach­sen ist, denn die Metho­den und Denk­wei­sen sind kei­nes­falls neu erfun­den, son­dern fes­ter Bestand­teil unse­rer täg­li­chen Arbeit.

Unser definiertes Ziel: Ihnen als Kunden das bestmögliche Produkt liefern.

Um für den Anwender hilfreiche und sinnvolle Lösungen zu schaffen, ist es unerlässlich, sich in die Nutzerperspektive zu begeben. Denn um umfassend verstehen zu können, muss man selbst erleben, das heißt ausprobieren, anfassen, scheitern und schlussendlich besser machen. Ziel ist es, in erster Linie Lösungen zu schaffen, die die Bedürfnisse der Nutzer befriedigen, gleichzeitig aber auch sinnvoll, wirtschaftlich und technisch umsetzbar sind.

Je inten­si­ver wir uns dabei mit der Defi­ni­ti­on des Pro­blems beschäf­ti­gen, umso bes­se­re Lösun­gen kön­nen wir lie­fern.

projekter_industrial_design_innovationshelfer

Was genau sind die Kerngedanken des Design Thinking?

Der Grund­ge­dan­ke des Design Thin­king besteht dar­in, Inno­va­tio­nen und krea­ti­ve Lösun­gen für kom­ple­xe Pro­ble­me zu gestal­ten.

Dem Anwen­dungs­spek­trum des Design Thin­king sind kei­ne Gren­zen gesetzt. Es kann auf Pro­duk­te und Dienst­leis­tun­gen eben­so wie auf die Erar­bei­tung von Kon­zep­ten unter­neh­me­ri­scher oder gesell­schaft­li­cher Fra­gen ange­wen­det wer­den.

Dabei ist Design Thin­king genau­so Metho­den­samm­lung wie Denk­wei­se und kann je nach Anwen­dung unter­schied­lich defi­niert wer­den. Diver­se Tech­ni­ken und Werk­zeu­ge kön­nen zur sys­te­ma­ti­schen Vor­ge­hens­wei­se her­an­ge­zo­gen wer­den.
Ergeb­nis­of­fen­heit, das Zulas­sen von Feh­lern, der Mut zum Schei­tern und die Bereit­schaft, aus dem Schei­tern zu ler­nen, bil­den hier­bei die erfor­der­li­che inne­re Hal­tung.

Der klas­si­sche Design Thin­king Pro­zess ist unter­teilt in zwei Haupt­pha­sen: Ana­ly­se und Syn­the­se.
Die bei­den Haupt­pha­sen las­sen sich in sechs wei­te­re Abschnit­te unter­tei­len:

    • Ver­ste­hen
    • Beob­ach­ten
    • Stand­punkt defi­nie­ren
    • Ide­en fin­den
    • Pro­to­typ ent­wi­ckeln
    • Tes­ten
hybrides_modell_das_design_thinking_playbook
Quel­le: Patrick Link, Micha­el Lewrick, Lar­ry Lei­fer - Das Design Thin­king Play­book, 2018

Dabei ist es wich­tig zu beto­nen, dass es sich kei­nes­wegs um einen grad­li­ni­gen Pro­zess han­delt und Wie­der­ho­lungs­schlei­fen inner­halb der Pha­sen fes­ter Bestand­teil sind.
Durch Fra­gen und Zuhö­ren wird ein grund­sätz­li­ches Ver­ständ­nis geschaf­fen. Ord­nung und Aus­wer­tung der Beob­ach­tun­gen tra­gen dazu bei, das Pro­blem mög­lichst genau zu defi­nie­ren. Hier­bei bil­den die wich­tigs­ten Erkennt­nis­se den Aus­gangs­punkt für mög­li­che Lösun­gen.
Dar­auf auf­bau­end wer­den ers­te Ide­en und Lösungs­an­sät­ze ent­wi­ckelt. Die­se wer­den mit­hil­fe von Pro­to­ty­pen auf Herz und Nie­ren getes­tet, um mög­lichst früh im Ent­wick­lungs­pro­zess Schwä­chen auf­zu­spü­ren und zu über­ar­bei­ten. „FAIL OFTEN AND EARLY“ ist hier einer der Leit­sät­ze.
Die Pha­sen wer­den solan­ge wie­der­holt bis für den Moment zufrie­den­stel­len­de Lösun­gen gefun­den sind.

Die wich­tigs­te Moti­va­ti­on des Design Thin­king ist immer, ein trief­grei­fen­des Ver­ständ­nis für Bedürf­nis­se und Wün­sche des Anwen­ders zu gewin­nen. Auf die­se Wei­se ver­än­dert sich der eige­ne Blick­win­kel und der Fokus wird geschärft. Dar­aus resul­tie­rend ist die Wahr­schein­lich­keit, nach­hal­ti­ge Lösun­gen zu ent­wi­ckeln, ungleich grö­ßer als bei Lösun­gen, die dem Nut­zer durch auf­wen­di­ges Mar­ke­ting schmack­haft gemacht wer­den. Es ist eine gute Mög­lich­keit, Abstand von den gewohn­ten Sys­te­men zu gewin­nen und den Schritt zu wagen, gewohn­te Pfa­de zu ver­las­sen, um neu­ar­ti­ge Lösun­gen zu gene­rie­ren.

projekter_industrial_design_vermittler

Industriedesign und Design Thinking

Metho­den des Design Thin­king sind für uns Indus­trie­de­si­gner geleb­te Pra­xis.
In der Pro­dukt­ent­wick­lung kom­men zahl­rei­che Aspek­te zusam­men. Die­se betref­fen sowohl Nutzer- und Kun­den­be­dürf­nis­se als auch fer­ti­gungs­be­zo­ge­ne Anfor­de­run­gen, die außer­dem im öko­no­mi­schen Kon­text betrach­tet wer­den müs­sen.

Um den Über­blick bei solch viel­schich­ti­gen Gesamt­zu­sam­men­hän­gen zu behal­ten, sind stra­te­gi­sche eben­so wie sys­te­ma­ti­sche Her­an­ge­hens­wei­sen unbe­dingt erfor­der­lich.
Fälsch­li­cher­wei­se wird Design oft mit fina­lem Sty­ling gleich­ge­setzt. Wir hin­ge­gen ver­ste­hen Pro­dukt­de­sign viel­mehr als ganz­heit­li­che Auf­ga­be. Mit­hil­fe von krea­ti­ven Tech­ni­ken ent­wi­ckeln wir inno­va­ti­ve Kon­zep­te und lösen Pro­ble­me ziel­ge­rich­tet. Je frü­her im Pro­zess das gesam­te Ent­wick­lungs­team mit uns Indus­trie­de­si­gnern zusam­men­kommt, umso bes­se­re Lösun­gen ent­ste­hen. In inter­dis­zi­pli­nä­ren Teams besteht die Chan­ce, Fra­ge­stel­lun­gen aus unter­schied­li­chen Per­spek­ti­ven zu betrach­ten und so ganz­heit­li­che Ant­wor­ten her­vor­zu­brin­gen.

Der klas­si­sche Design­pro­zess ent­spricht wei­test­ge­hend dem Ablauf des Design Thin­king, bei Neu­ent­wick­lung und Opti­mie­rung von bestehen­den Pro­duk­ten glei­cher­ma­ßen.

Wir unter­schei­den:

  • Recher­che
  • Kon­zep­ti­on
  • Ent­wurf
  • Aus­ar­bei­tung
projekter_industrial_design_über_den_tellerrand
Schau­en Sie mit uns über den Tel­ler­rand!
projekter_industrial_design_tellerrand
So behal­ten wir den Über­blick.

Den Start­punkt jedes Design­pro­jek­tes bil­det die Recherche- und Ana­ly­se­pha­se. Zusam­men mit unse­rem Auf­trag­ge­ber wer­den im Brie­fing die wich­tigs­ten Zie­le und Anfor­de­run­gen fest­ge­legt. Recher­chen lie­fern umfang­rei­ches Wis­sen über Märk­te, aktu­el­le Trends, Anwen­der und Ziel­grup­pen. Ana­ly­sen geben uns Ein­bli­cke in Struk­tu­ren, Bedürf­nis­se, Abläu­fe, Ergo­no­mie, Nütz­lich­kei­ten und über­ge­ord­ne­te Zusam­men­hän­ge wie Unter­neh­mens­auf­bau und Zie­le.
Auf die­ser Grund­la­ge wer­den prin­zi­pi­el­le Design­lö­sun­gen in Form von Einzel- und Teil­kon­zep­ten erar­bei­tet.
Unter Berück­sich­ti­gung der in der ers­ten Pha­se gewon­ne­nen Erkennt­nis­se kön­nen die Kon­zep­te kon­so­li­diert und bewer­tet wer­den. Die Eva­lua­ti­on erfolgt anhand fol­gen­der Kri­te­ri­en:

  • Gestal­tung
  • Funk­ti­on
  • Fer­ti­gungs­tech­nik
  • Wirt­schaft­lich­keit

In stän­di­ger Abspra­che mit dem Auf­trag­ge­ber wer­den ein oder meh­re­re Kon­zep­te wei­ter­ver­folgt und aus­ge­ar­bei­tet. Dies erfolgt übli­cher­wei­se mit­tels Zeich­nun­gen, 3D CAD Auf­bau, Mock-Ups, test­ba­ren Pro­to­ty­pen und unter stän­di­ger Rück­spra­che mit Kun­den und Ent­wick­lungs­team. Durch mehr­fa­che Prü­fung und Über­ar­bei­tung wird das Kon­zept zum Ent­wurf und der Ent­wurf zum fina­len Pro­dukt.
Den letz­ten Schritt bil­det dann die Über­ga­be der Daten an die Her­stel­ler für den Werk­zeug­bau und die Pro­duk­ti­on. Für uns gehört die Pro­duk­ti­ons­nach­be­treu­ung selbst­ver­ständ­lich dazu.

Auf Basis unse­rer lang­jäh­ri­gen Erfah­rung als Indus­trie­de­si­gner wis­sen wir die Metho­den des Design Thin­king zu schät­zen. Ver­gleich­bar mit einem Werk­zeug­kof­fer gibt es für jede Her­aus­for­de­rung das pas­sen­de Tool. Der gro­ße Vor­teil besteht dar­in, dass Vor­ge­hens­wei­sen immer an die momen­ta­nen Bedürf­nis­se und Umstän­de ange­passt wer­den kön­nen.

Das Design Thin­king Play­book“ von Micha­el Lewrick, Patrick Link und Lar­ry Lei­fer hat sich als emp­feh­lens­wer­te Lek­tü­re für unse­re Part­ner eta­bliert und dient uns dabei regel­mä­ßig als Inspi­ra­ti­ons­quel­le.
Ins­be­son­de­re für die Kon­zep­ti­on und die Durch­füh­rung unse­rer Potenzial- und Inno­va­ti­ons­work­shops ist es ein her­vor­ra­gen­des Nach­schla­ge­werk und ein kom­pe­ten­ter Rat­ge­ber. Es bie­tet eine umfang­rei­che Samm­lung ver­schie­de­ner Metho­den und Tech­ni­ken.
Das Buch ist in drei Tei­le geglie­dert, die jeweils einen Über­blick über tra­di­tio­nel­le, aktu­el­le und zukünf­ti­ge Erfolgs­fak­to­ren des Design Thin­king geben. Ein Basis­wis­sen zum bes­se­ren Ver­ständ­nis ist hilf­reich, da die Autoren an vie­len Stel­len moti­vie­ren, die Metho­den, Anre­gun­gen und Tipps für sich selbst, das Vor­ha­ben oder das Unter­neh­men anzu­pas­sen und wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Das macht deut­lich, wie Design Thin­king zu ver­ste­hen ist und vor allem, wie es ange­wen­det wer­den soll.

Design Thinking ist vorrangig eine innere Haltung und weniger eine strenge Methodenvorlage, die es dogmatisch einzuhalten gilt und jedem Problem als Lösungsansatz übergestülpt werden könnte.

Mit Spezialisten-Workshops und Design Thinking Produkte optimieren

In unse­ren Work­shops wird dies immer wie­der deut­lich. Es ist dort beson­ders wich­tig, adäquat auf die aktu­el­le Situa­ti­on zu reagie­ren. Das moti­viert die Teil­neh­men­den und hilft, qua­li­ta­ti­ve Ergeb­nis­se zu erar­bei­ten.
Auch für die Gestal­tung von krea­ti­ven Räu­men und die Auf­stel­lung von Teams gibt es zahl­rei­che Tipps.
In einem unse­rer letz­ten Work­shops haben wir bei­spiels­wei­se Spe­zia­lis­ten aus ver­schie­de­nen Fach­rich­tun­gen zusam­men­ge­bracht, um Poten­zia­le zur Pro­dukt­op­ti­mie­rung zu fin­den. Das Team setz­te sich aus Inge­nieu­ren, Archi­tek­ten und Indus­trie­de­si­gnern zusam­men. Wir arbei­te­ten gemein­sam sowie in Klein­grup­pen, um einen mög­lichst gro­ßen Out­put zu schaf­fen. Auf die­se Wei­se konn­te die Fra­ge­stel­lung sowohl im Gesamt­kon­text als auch im Detail beleuch­tet wer­den.
In kur­zer Zeit konn­ten Ver­bes­se­run­gen in Auf­bau, Mecha­nik, Mate­ri­al und Hand­ha­bung eben­so wie ganz neue Kon­zep­tan­sät­ze für die Funk­ti­on des Pro­duk­tes ent­wi­ckelt wer­den. Das war ein tol­ler Start für alle wei­te­ren Arbeits­pha­sen.

Der Mehr­wert der Samm­lung von Metho­den, Prin­zi­pi­en und Denk­wei­sen des Design Thin­king liegt in der ergeb­nis­of­fe­nen und lösungs­ori­en­tier­ten Her­an­ge­hens­wei­se an Pro­blem­stel­lun­gen. Von Beginn an inte­griert, kön­nen Ziel­de­fi­ni­tio­nen effi­zi­ent erar­bei­tet wer­den und tra­gen so zur Unter­stüt­zung einer stra­te­gi­schen Aus­rich­tung Ihrer Pro­jek­te bei. Je höher die Unter­neh­mens­ebe­nen sind, auf denen die­se Prin­zi­pi­en Akzep­tanz fin­den, umso wirk­sa­mer wird ihre Anwen­dung.
Wir tra­gen Ver­ant­wor­tung für die Ergeb­nis­se unse­rer Arbeit, denn als real exis­tie­ren­de Pro­duk­te haben sie Ein­fluss auf unse­re direk­te Umwelt. Erfol­ge sind erst in der Zukunft sicht­bar. Eine inten­si­ve und nach­hal­ti­ge Aus­ein­an­der­set­zung im Vor­feld schafft Sicher­heit im Ent­schei­dungs­pro­zess.
Uns als Gestal­ter unter­stützt Design Thin­king dabei, unse­re Visi­on von gutem Indus­trie­de­sign zu ver­wirk­li­chen. Wir legen Wert dar­auf, für Sie als Kun­den best­mög­li­che Pro­duk­te zu schaf­fen, die Ihnen nüt­zen und Freu­de machen.

Buchempfehlung zum Thema

Lewrick, Link, Lei­fer
Das Design Thin­king Play­book

Das Design Thinking Playbook

Haben Sie Fragen zu unserer Arbeit? Brauchen Sie Unterstützung dabei den kreativen Prozess zu starten?

Wir sind gern für Sie da und freu­en uns, Sie ken­nen­zu­ler­nen.

Nut­zen Sie unser Kon­takt­for­mu­lar oder rufen Sie uns per­sön­lich an.