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Öffentliche Förderung für Design in der Produktentwicklung

Bereits in unse­rem Arti­kel „Wirt­schafts­fak­tor Design“ haben wir erläu­tert, welch wich­ti­ge Rol­le Design bei der Ent­wick­lung von Pro­duk­ten und ihrer Plat­zie­rung am Markt spie­len kann.

Oft tre­ten Part­ner mit dem Vor­ha­ben, etwas zu ent­wi­ckeln, an uns her­an, da sie in uns den­je­ni­gen Part­ner fin­den, der in der Lage ist, aus der Idee ein ech­tes Pro­dukt zu machen. Impuls­ge­ber sind nicht nur Start-Ups oder eta­blier­te Unter­neh­men, son­dern auch For­schungs­ein­rich­tun­gen wie Uni­ver­si­tä­ten oder Insti­tu­te. Dabei ste­hen jedoch alle vor dem­sel­ben Pro­blem: Pro­dukt­ent­wick­lung ist teu­er! Häu­fig sind die Kos­ten für exter­ne Unter­stüt­zung, ob in der Design­be­ra­tung oder der Gestal­tung selbst, bei den Ent­wick­lungs­kos­ten nicht ein­ge­plant. Staat­li­che Unter­stüt­zung, in Form von öffent­li­cher För­de­rung, zu bekom­men und somit den Markt­ein­tritt für neue Pro­duk­te zu ver­ein­fa­chen, kann eine gro­ße Hil­fe sein.

Aber nicht nur die Kos­ten der Ent­wick­lung stel­len eine Hür­de dar. Auch die Suche nach geeig­ne­ten Part­nern ist für vie­le Teams eine Her­aus­for­de­rung. Gewöhn­lich decken Ideen­ge­ber nur den eige­nen Fach­be­reich ab und sind in ande­ren Berei­chen auf Kom­pe­ten­zen von außen ange­wie­sen. Unse­rer Ein­schät­zung nach liegt hier­in die größ­te und wich­tigs­te Auf­ga­be, denn kom­pe­ten­te und ver­läss­li­che Part­ner sind ein Erfolgs­ga­rant für nach­hal­ti­ge Produktentwicklungen.

Wir als Design­bü­ro für Ent­wick­lung und Pro­dukt­in­no­va­ti­on ver­fü­gen nicht nur über eine lang­jäh­ri­ge Erfah­rung, son­dern auch über ein her­vor­ra­gen­des Netz­werk in den Berei­chen For­schung und Indus­trie. Gern unter­stüt­zen wir Sie bei der Part­ner­su­che oder ste­hen Ihnen selbst zur Sei­te. Wir stim­men unser Leis­tungs­an­ge­bot spe­zi­ell und indi­vi­du­ell auf Ihre Anfor­de­run­gen ab. Unse­re Exper­ti­se umfasst dabei den gesam­ten Ent­wick­lungs­pro­zess von der ers­ten Idee bis zur Fer­ti­gung. Wir behal­ten das gesam­te Pro­jekt im Blick: sowohl in der Kon­zep­ti­on, der Form­ge­bung, der Konstruktions- und Pro­duk­ti­ons­be­ra­tung und lie­fern Bild­ma­te­ri­al für Präsentationen.

Nach­weis­lich konn­ten wir in den ver­gan­ge­nen Jah­ren vie­le gute Erfah­run­gen mit öffent­li­chen För­der­mög­lich­kei­ten sam­meln. Design ist gefragt und in vie­len Fäl­len förderfähig.

Wie so oft ist aller Anfang schwer. So kann bereits der mit der Antrag­stel­lung ein­her­ge­hen­de büro­kra­ti­sche Auf­wand wie ein unüber­wind­ba­res Hin­der­nis erschei­nen. Wir sagen: Las­sen Sie sich von der – ver­meint­lich kom­pli­ziert wir­ken­den – Antrag­stel­lung nicht abschre­cken. In den ver­gan­ge­nen Jah­ren konn­ten wir meh­re­re unse­rer Part­ner bei der Bean­tra­gung öffent­li­cher För­de­run­gen unter­stüt­zen. Wir ken­nen die Abläu­fe, wis­sen den Auf­wand ein­zu­schät­zen und kön­nen Anträ­ge mit Ihnen formulieren.

ZIM Förderung

Bis Ende 2020 haben wir gemein­sam mit dem Lehr­stuhl für tech­ni­sche Che­mie der Uni­ver­si­tät Duisburg-Essen und der Fir­ma Cry­Las GmbH aus Ber­lin Koope­ra­ti­ons­pro­jekt durch­ge­führt. Die­ses Vor­ha­ben wur­de vom Zen­tra­len Inno­va­ti­ons­pro­gramm Mit­tel­stand (ZIM) geför­dert.
Das ZIM ist ein bun­des­wei­tes, technologie- und bran­chen­of­fe­nes För­der­pro­gramm, bei dem die Inno­va­ti­ons­kraft und damit die Wett­be­werbs­fä­hig­keit mit­tel­stän­di­scher Unter­neh­men nach­hal­tig gestärkt wer­den soll. Wesent­lich für eine Bewil­li­gung sind der tech­no­lo­gi­sche Inno­va­ti­ons­ge­halt sowie gute Markt­chan­cen der geför­der­ten FuE-Projekte (https://www.zim.de/ZIM/Redaktion/DE/Artikel/ueber-zim.html).

Ent­ge­gen anders lau­ten­der Aus­sa­gen ist das ZIM eine her­vor­ra­gen­de Mög­lich­keit, Pro­jek­te för­dern zu las­sen. Der hohe Anspruch an tech­ni­sche Inno­va­ti­on und Markt­fä­hig­keit bedeu­tet zwar, dass Ergeb­nis­se doku­men­tiert wer­den müs­sen, ist aber gleich­zei­tig als Qua­li­täts­merk­mal zu bewer­ten. Dabei ist der Auf­wand im Ver­gleich zu ande­ren För­der­pro­gram­men eher moderat.

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Ziel des drei­jäh­ri­gen Koope­ra­ti­ons­pro­jek­tes war es, einen mög­lichst kom­pak­ten und wirt­schaft­lich attrak­ti­ven Auto­ma­ten zur Erstel­lung von Metallna­no­par­ti­keln in flüs­si­gen Lösun­gen zu ent­wi­ckeln.
Eine Aus­grün­dung des Pro­jekt­er­geb­nis­ses stand von Beginn an zur Dis­kus­si­on. So konn­te der Wis­sens­trans­fer aus dem uni­ver­si­tä­ren Umfeld hin­ein in die Indus­trie sicher­ge­stellt wer­den. Durch die erfolg­rei­che Zusam­men­ar­beit und der letzt­end­lich zum Patent ange­mel­de­ten Idee, rück­te das Vor­ha­ben immer mehr in greif­ba­re Nähe. Ziel ist die Aus­grün­dung Anfang 2022 (https://www.uni-due.de/2020-06-29-nanopartikel-auf-knopfdruck).  

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Das Pro­jek­te leb­te vom Aus­tausch und der Moti­va­ti­on der Koope­ra­ti­ons­part­ner. Alle Fach­be­rei­che pro­fi­tier­ten von­ein­an­der und unter­stütz­ten sich ent­spre­chend ihrer Mög­lich­kei­ten. Neben den Gestal­tungs­auf­ga­ben waren wir in die­sem Pro­jekt auch für die Pro­jekt­lei­tung ver­ant­wort­lich. Wäh­rend jeder Part­ner haupt­säch­lich im eige­nen Fach­be­reich aktiv war, betrach­te­ten wir das Gesamt­kon­zept, denn unse­re Arbeit besteht dar­in, alle Kom­po­nen­ten zusam­men­zu­brin­gen. So waren wir an vie­len Stel­len die trei­ben­de Kraft und hat­ten stets die Gesamt­heit des Pro­jek­tes im Blick.

Projektförderung, ja oder nein?

Von die­sem Bei­spiel eines gelun­ge­nen För­der­pro­jek­tes, lässt sich zunächst ein­mal all­ge­mein ablei­ten, dass öffent­li­che För­de­rung ein guter Weg ist.
Die Pro­ble­me teu­rer Ent­wick­lungs­kos­ten und die Suche nach kom­pe­ten­ten Part­nern kön­nen so gelöst wer­den.
Aller­dings ist zu Anfang eine gute Recher­che oder Bera­tung zum pas­sen­den För­der­pro­gramm rat­sam. Hier gibt es vie­le unter­schied­li­che Pro­gram­me mit diver­sen Schwer­punk­ten.
Kon­tak­tie­ren Sie uns, wir bera­ten Sie gern!

An die­ser Stel­le möch­ten wir außer­dem auf das neue Gesetzt zur steu­er­li­chen For­schungs­för­de­rung hin­wei­sen. Das Gesetzt ist seit dem 1. Janu­ar 2020 in Kraft. Durch die neue For­schungs­zu­la­ge gewinnt Deutsch­land als Stand­ort für For­schung und Inno­va­ti­on wei­ter an Attrak­ti­vi­tät. Es han­delt sich hier­bei um ein eigen­stän­di­ges Neben­ge­setzt zum Einkommenssteuer- und Kör­per­schafts­steu­er­ge­setz, das der pri­vat­wirt­schaft­li­chen For­schung und Ent­wick­lung zugu­te­kom­men soll.
Auf der Sei­te des BMWi fin­den Sie wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu die­sem The­ma (https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2020/02/kapitel-1-10-neue-forschungszulage-in-deutschland.html).

Wir ste­hen Ihnen zur Sei­te bei der Fra­ge, ob ihre Idee eine Bezu­schus­sung zulässt. Jedes Pro­jekt ist anders, aber die Mög­lich­keit in Betracht zu zie­hen und in Aus­tausch zu tre­ten lohnt sich unse­rer Erfah­rung nach immer. Auch, wenn ein­mal kei­ne För­de­rung mög­lich sein soll­te, sind wir für Sie der rich­ti­ge unter­stüt­zen­de Part­ner oder ken­nen zumin­dest den für Sie rich­ti­gen Part­ner und stel­len gern einen Kontakt her.

Wir freu­en uns auf span­nen­de neue Projekte!