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Wirtschaftsfaktor Design

Industrie Design - ein strategisches Instrument

In Anbe­tracht der Tat­sa­che zuneh­mend gesät­tig­ter Märk­te sehen sich Unter­neh­men einem immer stär­ker wer­den­den Wett­be­werb gegen­über.

Design ist von vie­len gro­ßen, glo­bal agie­ren­den Unter­neh­men längst als wirt­schaft­li­cher Erfolgs­fak­tor erkannt. Denn es gilt, sich im Wett­be­werb von Markt­teil­neh­men­den posi­tiv abzu­he­ben. Design lie­fert hier die ent­schei­den­den Wett­be­werbs­vor­tei­le.
Vie­le Unter­neh­men wis­sen um die Erfolgs­be­deu­tung von Design, doch scheu­en sie sich, es als stra­te­gi­schen Wirt­schafts­fak­tor tat­säch­lich ein­zu­set­zen.

Wie kann Design Ihrem Unter­neh­men nüt­zen?

Bevor wir die­se Fra­ge ein­ge­hend beant­wor­ten, schau­en wir uns zunächst an, was Design über­haupt bedeu­tet, wie sich das Industrie-Design ent­wi­ckel­te und was es leis­tet.

Der Begriff „Design“ ist aus unse­rem heu­ti­gen Sprach­ge­brauch kaum weg­zu­den­ken.
Wir spre­chen von: Design­mö­beln, Nagel­de­sign, Designer-Babys, Design­klas­si­kern, Mode­de­si­gnern, Desi­gner­kü­chen, Desi­gner­bril­len…
Die Vor­stel­lun­gen dar­über, was Design im Ein­zel­nen bedeu­tet, gehen jedoch beträcht­lich aus­ein­an­der. Was die­se popu­lä­ren Bezeich­nun­gen eint, ist die Auf­wer­tung, die der Zusatz „Design“ aus­löst. Die infla­tio­nä­re Ver­wen­dung sorgt jedoch lei­der dafür, dass der Begriff als mar­ke­ting­wirk­sa­mes Zug­pferd ver­heizt wird.

Design lässt sich ablei­ten vom ita­lie­ni­schen Wort „diseg­no“, was ins Deut­sche über­setzt soviel bedeu­tet wie „zeich­nen / pla­nen“.
Im eng­li­schen Sprach­raum bedeu­tet es soviel wie „Gestal­tung“ oder „Ent­wurf“. Hier sind zusätz­lich zur Form tech­ni­sche sowie kon­zep­tio­nel­le Antei­le der Gestal­tung im Begriff impli­ziert.
Design ent­steht nicht zufäl­lig, son­dern ist immer mit einer pla­ne­ri­schen Absicht, einem Kon­zept oder einer Stra­te­gie ver­bun­den.

Der Begriff „Industrie-Design“ ent­wi­ckel­te sich im Zuge der Indus­tria­li­sie­rung des 19. Jahr­hun­derts.
Durch die beschleu­nig­te Ent­wick­lung von Tech­nik, Pro­duk­ti­vi­tät und Wis­sen­schaft ent­stan­den erst­ma­lig maschi­nell gefer­tig­te Seri­en­pro­duk­te, die den auf­wen­dig in Hand­ar­beit her­ge­stell­ten Uni­ka­ten gegen­über­ge­stellt wur­den. Erzeug­nis­se wur­den nicht auf Nach­fra­ge gefer­tigt, son­dern güns­tig in Mas­se pro­du­ziert.
Lagen Pla­nung und Her­stel­lung bis dato ver­eint im Auf­ga­ben­be­reich der Hand­wer­ken­den, kam es nun zu einer Tren­nung von Kon­zep­ti­on und Fer­ti­gung.
Der Mensch wur­de teil­wei­se durch die Maschi­ne ersetzt und es ent­stand von Sei­ten der Unter­neh­men die Not­wen­dig­keit pro­duk­ti­ons­ge­rech­te Güter zu ent­wer­fen. Die­se Waren wur­den vor Beginn der Pro­duk­ti­on im Hin­blick auf Absatz­chan­cen sowie Kos­ten kal­ku­liert und gestal­tet.
Das Industrie-Design war gebo­ren.

Neben der ästhe­ti­schen Gestal­tung der Pro­duk­te tra­ten vor allem ihre Zweck­mä­ßig­keit sowie die Ergo­no­mie in den Vor­der­grund. Industrie-Designer*innen müs­sen des­halb nicht nur über ein her­vor­ra­gen­des Ver­ständ­nis von for­ma­len Kri­te­ri­en, wie bei­spiels­wei­se Gestalt, Pro­por­tio­nen und Mate­ria­li­tät ver­fü­gen. Sie müs­sen auch in der Lage sein, technik- und fer­ti­gungs­be­zo­ge­ne Fra­ge­stel­lun­gen beant­wor­ten zu kön­nen, ana­ly­ti­sche Denk­wei­sen beherr­schen und stark lösungs­ori­en­tiert arbei­ten.
For­ma­le Aus­ge­stal­tung und Funk­ti­on sind untrenn­bar mit­ein­an­der ver­bun­den.
Beson­ders bei der Gestal­tung von Inves­ti­ti­ons­gü­tern spielt dies eine gro­ße Rol­le. Oft­mals bil­den tech­ni­sche Aspek­te, Stück­zahl und Bedie­nung den Rah­men der for­ma­len Gestal­tung. Opti­mie­run­gen in der Fer­ti­gung, zum Bei­spiel durch moder­ne­re Pro­duk­ti­ons­me­tho­den, kön­nen mit ent­spre­chen­der for­ma­ler Gestal­tung unter­stützt wer­den.
Auch Spra­che spielt hier eine gro­ße Rol­le – ein gemein­sa­mes Voka­bu­lar bil­det die Grund­la­ge für die Kom­mu­ni­ka­ti­on und Ver­stän­di­gung zwi­schen Design und Kon­struk­ti­on.

Ger­hard Heuf­ler grenzt das Industrie-Design zum all­ge­mein ver­wen­de­ten Design­be­griff wie folgt ab: Industrie-Design ist die „Gestal­tungs­pla­nung von indus­tri­ell her­stell­ba­ren Pro­duk­ten oder Sys­te­men. Indus­trie Design ist ein ganz­heit­li­cher Pro­blem­lö­sungs­pro­zess mit dem Ziel, Gebrauchs­gü­ter einer­seits den Bedürf­nis­sen der Nut­zer anzu­pas­sen und ande­rer­seits im Sin­ne des Unter­neh­mens den Regeln des Mark­tes, der Cor­po­ra­te Iden­ti­ty und der wirt­schaft­li­chen Fer­ti­gung zu ent­spre­chen. Indus­tri­al Design ist dar­über hin­aus ein kul­tu­rel­ler, gesell­schaft­li­cher und öko­no­mi­scher Fak­tor“ (Ger­hard Heuf­ler, Design Basics 2009, S.17).

Das Design bil­det das Bin­de­glied zwi­schen hoch spe­zia­li­sier­ten Ein­zel­kom­po­nen­ten und ver­bin­det sie zu einem Gan­zen – es fin­det eine Gestalt.

Entwicklung und Stellenwert von Industrie-Design

His­to­risch betrach­tet hat das Design unter­neh­mens­po­li­tisch über die Jah­re eine enor­me Ent­wick­lung voll­zo­gen und zuneh­mend an Bedeu­tung gewon­nen.

Das Design war zu Zei­ten der Indus­tri­el­len Revo­lu­ti­on stark pro­duk­ti­ons­ori­en­tiert. Die Stan­dar­di­sie­rung, Redu­zie­rung von Bau­tei­len und der Ver­zicht auf über­flüs­si­ges Dekor mach­ten ein­deu­tig die neue Men­ta­li­tät der indus­tri­ell gestal­te­ten Pro­duk­te klar.

Am Bei­spiel von Tho­nets „Stuhl Nr. 14“, dem tra­di­tio­nel­len Wie­ner Kaf­fee­haus­stuhl, lässt sich dies ver­an­schau­li­chen.

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Die von Tho­net per­fek­tio­nier­te Her­stel­lung der gebo­ge­nen Holz­leis­ten gilt als opti­sches Mar­ken­zei­chen der Möbel. Revo­lu­tio­när war jedoch das Bau­satz­prin­zip, das der Gestal­tung des Stuhls zu Grun­de liegt.
Der Stuhl besteht aus nur sechs Holz­tei­len, 10 Schrau­ben und zwei Mut­tern. Die indus­tri­el­le Fer­ti­gung in Kom­bi­na­ti­on mit der Reduk­ti­on von Bau­tei­len sowie dem Ver­zicht auf unnö­ti­ge Orna­men­tik ermög­lich­te eine kos­ten­güns­ti­ge Pro­duk­ti­on.
Die Mon­ta­ge erfolg­te erst am Bestim­mungs­ort. So konn­te der Stuhl auf ein Mini­mal­maß ver­packt gelie­fert wer­den.
Bis 1930 wur­de der Stuhl bereits 50 Mil­lio­nen mal ver­kauft und wur­de welt­weit zum Best­sel­ler.

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http://www.thonet.de/service/presse/214.html
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Im Hin­blick auf die Pro­duk­ti­on ste­hen eine kos­ten­güns­ti­ge Fer­ti­gung, eine ein­wand­freie Funk­ti­on und Ergo­no­mie sowie eine ästhe­tisch anspre­chen­de Form im Mit­tel­punkt der Gestal­tung.
Die kos­ten­güns­ti­ge und vor allem mas­sen­haf­te Her­stel­lung von Pro­duk­ten mach­te es zwin­gend erfor­der­lich, sich nach­hal­tig von wett­be­wer­ben­den Unter­neh­men abzu­he­ben und eine Unver­wech­sel­bar­keit zu gene­rie­ren.
Mit zuneh­men­der Sät­ti­gung der Märk­te gewann die Absatz­ori­en­tie­rung an Bedeu­tung. Design gilt als Inno­va­ti­ons­mo­tor und kann so zum Tür­öff­ner für neue Märk­te oder Markt­ni­schen wer­den.
Moder­ne Tech­no­lo­gie gilt als über­zeu­gen­des Kauf­ar­gu­ment, und Inno­va­ti­on schafft heu­te wie damals einen Wett­be­werbs­vor­sprung. Oft­mals unter­schei­den sich Pro­duk­te auf tech­ni­scher Ebe­ne heut­zu­ta­ge nicht mehr wesent­lich. Das for­dert ande­re Abgren­zun­gen.
Gestal­ten­des Design schafft Spiel­räu­me für eine Unter­schei­dung auf for­ma­ler sowie emo­tio­na­ler Ebe­ne (vgl. www.wirtschaftslexikon24.com/d/produktdesign/produktdesign.htm, abge­ru­fen am 29.01.2020).
Nut­zen, Vor­tei­le und Allein­stel­lungs­merk­ma­le kön­nen durch Gestal­tung nach außen hin sicht­bar gemacht wer­den. Das Pro­dukt kom­mu­ni­ziert das Leis­tungs­ver­spre­chen des Unter­neh­mens.
Ist ein Pro­dukt tech­nisch ver­ständ­lich sowie prak­tisch bedien­bar und über­zeugt dazu durch Ergo­no­mie und Gestalt, sorgt das wäh­rend der Nut­zung für ein hohes Gebrauchs­er­leb­nis.
Auf die­se Wei­se unter­stützt Design die Kun­den­bin­dung, denn gut gestal­te­te Pro­duk­te blei­ben in Erin­ne­rung, und eine zufrie­de­ne Kund­schaft ist in der Regel anbiet­ertreu.

Die Ent­wick­lung vie­ler Län­der zu Wohl­stands­ge­sell­schaf­ten und die damit ein­her­ge­hen­de Absi­che­rung und Befrie­di­gung der ele­men­ta­ren Bedürf­nis­se schafft den Wunsch nach indi­vi­du­el­ler Selbst­ver­wirk­li­chung und gesell­schaft­li­cher Aner­ken­nung.

Bei der Betrach­tung von Kon­sum­gü­tern fällt auf, dass Nut­zen­de sich zuneh­mend mit dem Pro­dukt und damit gleich­zei­tig mit den Wer­ten des dahin­ter ste­hen­den Unter­neh­mens iden­ti­fi­zie­ren. Erwor­be­ne Pro­duk­te wer­den dadurch zum Aus­druck des eige­nen Lebens­stils.
Für Unter­neh­men wird des­halb ein posi­ti­ves und kohä­ren­tes Image zuneh­mend wich­ti­ger. Emo­tio­na­le Posi­tio­nie­rung erzeugt eine Iden­ti­tät, die für mit­be­wer­ben­de Unter­neh­men schwer zu kopie­ren ist.
Bekann­te Mar­ken­un­ter­neh­men wie Apple haben längst erkannt, dass eine geleb­te und kon­se­quent ver­folg­te Design­stra­te­gie den ent­schei­den­den Unter­schied zwi­schen Erfolg oder Nie­der­la­ge lie­fert.
Design wirkt durch sei­ne kom­mu­ni­ka­ti­ve Wir­kung stark nach außen. Min­des­tens genau­so wich­tig ist jedoch die Wir­kung, die es durch ein „Wir-Gefühl“ ins Betriebs­in­ne­re ent­fal­tet.

Früh im Ent­wick­lungs­pro­zess wird fest­ge­legt mit wel­chem Mate­ri­al oder über wel­ches Fer­ti­gungs­ver­fah­ren her­ge­stellt wird. Auf die­se Fak­to­ren haben Designer*innen durch ihre Gestal­tung direk­ten Ein­fluss. Sie kön­nen die Kos­ten eines Pro­duk­tes nach­hal­tig beein­flus­sen, indem zum Bei­spiel eine mini­ma­le Men­ge an Mate­ria­li­en ver­wen­det wird.
Das Design hat außer­dem Aus­wir­kun­gen auf die Kon­struk­ti­on.
Ist ein Pro­dukt so kon­zi­piert und tech­nisch auf­ge­baut, dass es repa­riert wer­den kann, ermög­licht man län­ge­re Lebens­zy­klen.

Beson­ders deut­lich wird die­ser Aspekt bei der Betrach­tung eines Negativ-Beispiels:
Es gibt Lam­pen, bei denen die Leucht­mit­tel nicht aus­ge­wech­selt wer­den kön­nen. Sind die­se ver­braucht oder wer­den vor Ablauf ihrer Lebens­dau­er beschä­digt, muss die gesam­te Lam­pe ent­sorgt und eine neue ange­schafft wer­den. Das gene­riert zwar einen höhe­ren Absatz, ver­är­gert jedoch die Kund­schaft, ver­schwen­det Res­sour­cen und belas­tet die Umwelt unnö­tig. Durch eine intel­li­gen­te Gestal­tung kann dies ver­hin­dert wer­den.

Die­sen Gedan­ken wei­ter­füh­rend formt Design nicht nur die Kon­sum­kul­tur, son­dern auch unser direkt erfahr­ba­res Umfeld. Denn alles, was uns umgibt, ist gestal­tet. Die­se Gestal­tung kann mehr oder weni­ger gezielt oder bewusst, gut oder weni­ger gut sein. Wir leis­ten einen Bei­trag zu der visu­el­len Welt in der wir leben und tra­gen somit eine gro­ße Ver­ant­wor­tung. Die­se Auf­ga­ben soll­ten Fach­leu­ten über­las­sen wer­den.

Kon­kret fällt die­se gesell­schaft­li­che Ver­ant­wor­tung im öffent­li­chen Raum auf. Die Stadt Duis­burg hat exem­pla­risch in einem Pilot­pro­jekt die Beleuch­tung in eini­gen Stra­ßen­zü­gen auf moder­ne LED-Technik umge­stellt. Eine vor­bild­li­che Maß­nah­me, denn die neu ver­bau­te Tech­nik spart Strom. Das kommt der Umwelt zugu­te, da CO2 ein­ge­spart wird, und redu­ziert lang­fris­tig die Ener­gie­kos­ten für den städ­ti­schen Haus­halt. Hin­zu kommt die län­ge­re Halt­bar­keit der LED-Leuchten. Teu­re War­tungs­ar­bei­ten oder Erneue­run­gen wer­den redu­ziert (https://lokalklick.eu/2018/02/02/stadtwerke-duisburg-ruesten-strassenlaternen-auf-stromsparende-led-technik-um/, abge­ru­fen am 31.01.2020).

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Die Tech­nik über­zeugt, das Design lei­der nicht.
Die neu­en Lam­pen sind ein­ge­las­sen in fla­che, recht­ecki­ge Metall­ge­häu­se, die den vor­han­de­nen Later­nen­mas­ten anstel­le der alten Leucht­mit­tel auf­ge­setzt wer­den.
Das Design ist der moder­nen Tech­nik nicht eben­bür­tig. Schlim­mer noch: der Ver­zicht auf eine ange­mes­se­ne Gestal­tung ver­schlim­mert das Stadt­bild. Eine unge­nutz­te Chan­ce zur Auf­wer­tung der sowie­so pola­ri­sie­ren­den Außen­wir­kung Duis­burgs.

Unter­neh­mens­po­li­tisch betrach­tet ent­steht die Erfor­der­nis einer guten Ver­net­zung zwi­schen Design, For­schung und Ent­wick­lung, Kon­struk­ti­on, Her­stel­lung und Mar­ke­ting.
Im Qua­li­täts­ma­nage­ment umfasst der Design­pro­zess die Gestal­tung des gesam­ten Pro­duk­ti­ons­pro­zes­ses und wird so zur Basis einer stra­te­gisch markt­ge­rich­te­ten Unter­neh­mens­füh­rung.
Fir­men­bei­spie­le wie Apple oder auch bekann­te Mar­ken aus der Auto­mo­bil­in­dus­trie zei­gen, dass eine kohä­ren­te Cor­po­ra­te ID eine Mar­ke kon­stru­iert, deren Wer­te inter­na­tio­nal gül­tig und aner­kannt sind. Das Design der Pro­duk­te trägt die­se Wer­te optisch, funk­tio­nal, ergo­no­misch und emo­tio­nal nach außen.
Wirt­schaft­li­cher Erfolg und Design­kom­pe­ten­zen sind mit­ein­an­der ver­knüpft.

Design - Messbarer Erfolgsfaktor?

Tho­mas John Wat­son Juni­or erklär­te bereits 1973 wäh­rend eines Vor­trags: „Good design is good busi­ness.“
Auch wenn die Aus­sa­ge des Geschäfts­füh­rers des bör­sen­no­tier­ten US-amerikanisches IT- und Bera­tungs­un­ter­neh­men IBM eini­ge Jah­re zurück­liegt, hat sie nicht an Gül­tig­keit ver­lo­ren.

Design ist neben Tech­no­lo­gie und Mar­ke­ting zum drit­ten Stand­bein einer erfolg­rei­chen Unter­neh­mens­stra­te­gie gewor­den“ (Ger­hard Heuf­ler, Design Basics 2009, S.19). 
Unter­neh­men wie Apple oder Por­sche, bei denen Design tief in der Unter­neh­mens­stra­te­gie ver­an­kert ist, sind Bei­spie­le für über­durch­schnitt­li­chen Markt­er­folg.

Doch wie las­sen sich die­se Erfol­ge mes­sen oder bele­gen?

Die Stu­die „Die Schön­heit des Mehr­werts“ aus dem Jahr 2009 des Markt­ver­ban­des vom Rat für Form­ge­bung und der Unter­neh­mens­grup­pe Scholz&Friends lie­fert Erkennt­nis­se und Zah­len.
Hier­zu wur­den füh­ren­de deut­sche Mar­ken­un­ter­neh­men zum Stel­len­wert von Design und des­sen Mehr­wert befragt (http://www.markenverband.de/publikationen/studien/Designstudie, abge­ru­fen 30.01.2020).

Die Studienteilnehmer*innen waren sich einig: 95% gaben an, dass Design wich­tig für das Image und die Iden­ti­tät ihres Unter­neh­mens ist.
Die hier­für ein­ge­setz­ten Mit­tel betref­fen die gesam­te Außen­wir­kung, also die Cor­po­ra­te Iden­ti­ty, eines Unter­neh­mens. Das Pro­dukt, das im direk­ten Kontakt zu Kun­den und Kun­din­nen steht, reprä­sen­tiert das Unter­neh­men.
Eben­so vie­le Befrag­te gaben an, dass Design eine ent­schei­den­de Rol­le für den Mar­ken­wert spielt. 97% der Befrag­ten zufol­ge wird Gestal­tung auch zur Posi­tio­nie­rung gegen­über wett­be­wer­ben­den Unter­neh­men genutzt, denn Unter­neh­mens­kom­pe­ten­zen wer­den durch gut gestal­te­te Pro­duk­te nach außen kom­mu­ni­ziert. Zusätz­lich bie­tet Design die Mög­lich­keit, neben der ratio­na­len Beur­tei­lung auch die emo­tio­na­le Ebe­ne des Kun­den und der Kun­din anzu­spre­chen.

Design hat direk­te Aus­wir­kun­gen auf die Pro­dukt­ab­satz­zah­len des Unter­neh­mens, was 86,4% der befrag­ten Unter­neh­men bestä­tig­ten.
In der Preis­ge­stal­tung eröff­net Design neue Spiel­räu­me, denn vie­le Kun­den und Kun­din­nen sind bereit, für hohe Qua­li­tät einen ange­mes­se­nen Preis zu zah­len. Dies geben 84% der Studienteilnehmer*innen an. Dar­über hin­aus lie­fert Design Wer­be­ar­gu­men­te, die Ver­trieb und Mar­ke­ting zugu­te kom­men und zusätz­lich einen bes­se­ren Absatz begüns­ti­gen.

Ver­gleicht man die­se Aus­sa­gen mit der Ant­wort auf die Fra­ge nach der Aus­wir­kung auf die Gesamt­ren­di­te von Unter­neh­men, ist eine ähn­li­che Ten­denz zu erken­nen. Da Design einen rele­van­ten Ein­fluss auf die Bil­dung von Mar­ken­iden­ti­tät, -wert und somit auf die Absatz­zah­len hat, geben 69% an, dass Design Aus­wir­kun­gen auf die Gesamt­ren­di­te hat.

Dies wird auch durch eine aktu­el­le Stu­die der Unter­neh­mens­be­ra­tung McK­in­sey bestä­tigt. Hier wird dar­ge­stellt, dass Unter­neh­men mit inte­grier­ter Design­stra­te­gie sowohl die Erlö­se als auch die Ren­di­te erheb­lich stei­gern konn­ten. Über einen Zeit­raum von fünf Jah­ren wur­de das Umsatz­wachs­tum um 32% erhöht und es konn­ten 54% höhe­re Aktio­närs­ren­di­ten erzielt wer­den (vgl. https://www.mckinsey.de/~/media/mckinsey/locations/europe%20and%20middle%20east/deutschland/publikationen/2018-10-26%20the%20business%20vaue%20of%20design/the-business-value-of-design-vf.ashx, abge­ru­fen am 30.01.2020).

Dem­zu­fol­ge nimmt Design auch auf das Wachs­tum von Unter­neh­men Ein­fluss. Für über 80% der Befrag­ten ist es ein aus­schlag­ge­ben­der Fak­tor für die Erschlie­ßung neu­er Märk­te.
Aber auch an der erfolg­rei­chen Markt­ein­füh­rung neu­er Pro­duk­te in bestehen­de Märk­te hat Design einen Anteil. So geben über 87% an, dass ihr Unter­neh­men durch Design Markt­an­tei­le gewin­nen kann.

Rosen Flowmeter Sensor Industriedesign

Der EMAT Flow­me­ter ist ein ver­an­schau­li­chen­des Bei­spiel für die erfolg­rei­che Neu­ein­füh­rung eines Pro­duk­tes in einen bestehen­den Markt.
Die ROSEN Grup­pe ist ein welt­weit agie­ren­des Unter­neh­men, das auf die Inspek­ti­on und Instand­hal­tung von Pipe­lines / Rohr­lei­tun­gen spe­zia­li­siert ist.
Die gemein­sa­me Ent­wick­lung des EMAT Flow­me­ters begrün­de­te einen neu­en Geschäfts­zweig: das berüh­rungs­lo­se Mes­sen von gas­för­mi­gen, flüs­si­gen, dampf­för­mi­gen sowie mehr­pha­si­gen Medi­en im Inne­ren einer Pipe­line. Und mehr noch: der Flow­me­ter ist das ers­te „sicht­ba­re“ Pro­dukt der ROSEN Grup­pe. Unser Industrie-Design ver­half dem Unter­neh­men dazu, sein Pro­dukt erfolg­reich vom bestehen­den Wett­be­werb abzu­set­zen und die neue Tech­no­lo­gie sicht­bar zu machen.

Messtechnik extrem

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Rosen-Flowmeter-Sensor_Industriedesign

Die Stu­die „Die Schön­heit des Mehr­werts“ deckt aber auch auf, wel­che wirt­schaft­li­chen, öko­lo­gi­schen und gesell­schaft­li­chen Poten­zia­le bis­her unter­schätzt wer­den.
So zie­hen gra­de ein­mal knapp über 40% der Teilnehmer*innen in Betracht, Design zur Opti­mie­rung von Pro­duk­ti­ons­pro­zes­sen zu nut­zen. Doch Design kann und soll­te, wenn früh­zei­tig in den Pro­zess ein­ge­bun­den, bereits bei Ent­wick­lung und Pro­duk­ti­on einen signi­fi­kan­ten Mehr­wert schaf­fen, der auch in Zah­len beleg­bar ist. So kön­nen bei­spiels­wei­se Mate­ri­al­men­gen und somit auch Kos­ten durch intel­li­gen­te Pro­dukt­ge­stal­tung ein­ge­spart wer­den. Auch geeig­ne­te Fer­ti­gungs­ver­fah­ren oder Bau­teilop­ti­mie­rung spie­len eine wich­ti­ge Rol­le. Dies kommt bei­spiels­wei­se bei der Mon­ta­ge zum Tra­gen, wenn Arbeits­zeit und Auf­wand ein­ge­spart wer­den. Auch Logis­tik ist hier ein The­ma, denn Transport- und Lager­kos­ten wer­den durch intel­li­gen­te Kon­struk­ti­on der Bau­tei­le oder ein mini­ma­les Housing nied­rig gehal­ten. Lei­der nut­zen mehr als 70% der befrag­ten Unter­neh­men Design nicht, um Pro­duk­ti­ons­kos­ten zu redu­zie­ren.

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Und auch bewähr­te Tech­nik kann ver­bes­sert wer­den. Das lässt sich am Bei­spiel der c.guide eco, die in Zusam­men­ar­beit mit der Fahr­rad­ent­wick­lungs­fir­ma B-Labs aus Biel in der Schweiz ent­stan­den ist, bele­gen. Die ursprüng­lich aus 7 Tei­len gefer­tig­te Ket­ten­füh­rung für Fahr­rä­der wur­de auf ein ein­zi­ges Bau­teil redu­ziert. Das neue Fer­ti­gungs­ver­fah­ren ver­rin­ger­te die Pro­duk­ti­ons­kos­ten um ein viel­fa­ches und erhöh­te dabei gleich­zei­tig die Halt­bar­keit. Das Ergeb­nis der Design­ent­wick­lung ist die leich­tes­te und zugleich fle­xi­bels­te Ket­ten­füh­rung der Welt. Hono­riert wur­den wir für die­se Leis­tung mit dem DESIGN & INNOVATION AWARD.

C - GUIDE ECO

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C-Guide ECO

In Opti­mie­run­gen sol­cher Art liegt ein gro­ßes Poten­zi­al, denn Unter­neh­men haben mit Hil­fe von Design die Mög­lich­keit, direk­ten Ein­fluss auf Öko­no­mie, Umwelt und Gesell­schaft zu neh­men.
Zu beto­nen ist, dass Nach­hal­tig­keit auf allen Sei­ten Gewinn schafft.

Die Aus­la­ge­rung von Design­leis­tun­gen ist ein wei­te­rer Grund, wes­halb Design oft­mals als Kos­ten­fak­tor und nicht als loh­nen­de Inves­ti­ti­on wahr­ge­nom­men wird. Exter­ne Dienst­leis­tun­gen ein­zu­kau­fen ermög­licht aber, einen Blick von außen zu bekom­men. Industrie-Designer*innen arbei­ten in unter­schied­li­chen Pro­dukt­ka­te­go­rien, was ein Hohes Maß an Fle­xi­bi­li­tät erfor­dert und dabei hilft, krea­ti­ve Lösun­gen anzu­bie­ten.
Gleich­zei­tig ist nicht zu über­se­hen, dass Design zuneh­mend als rele­van­ter Erfolgs­fak­tor erkannt wird. Das zeigt die Bereit­schaft von Unter­neh­men, die Etats für Design­leis­tun­gen deut­lich zu erhö­hen.

Herausforderung Investitionsgut im B2B Bereich

In Hin­blick auf klas­si­sche Kon­sum­gü­ter ist eine gute Gestal­tung heu­te nahe­zu selbst­ver­ständ­lich.
Auch im Indus­trie­gü­ter­be­reich erhält das Design immer mehr Ein­zug. Denn auch im B2B Bereich ver­än­dern sich Markt­struk­tu­ren durch Glo­ba­li­sie­rung, Stan­dar­di­sie­rung sowie sin­ken­de Pro­dukt­le­bens­zy­klen eben­so wie im Kon­sum­gü­ter­be­reich.
Da Tech­no­lo­gie, Pro­duk­te und Dienst­leis­tun­gen sich immer mehr anglei­chen, ist es erfor­der­lich, neben den kon­ven­tio­nel­len Erfolgs­fak­to­ren wie Preis und Qua­li­tät neue Instru­men­te der Dif­fe­ren­zie­rung zu fin­den.
Oft wird argu­men­tiert, dass im Inves­ti­ti­ons­gü­ter­be­reich kein Bedarf an Design besteht, da Pro­duk­te hier nicht kon­sum­tiv, also nicht pri­mär auf Endverbraucher*innen aus­ge­rich­tet, son­dern inves­tiv oder pro­duk­tiv ein­ge­setzt wer­den.
Hier wird kein per­sön­li­cher Bedarf befrie­digt son­dern der eines Unter­neh­mens und ist somit von zweck­be­stimm­ter wirt­schaft­li­cher Natur.
Für spe­zi­el­le Leis­tungs­an­ge­bo­te benö­ti­gen Kun­den und Kun­din­nen in der Regel Fach­kennt­nis­se. Hier gibt es oft beson­de­re Bestim­mun­gen zu Arbeits­pro­zes­sen, Arbeits­si­cher­heit oder Ergo­no­mie.

Die gene­ra­lis­ti­schen Fähig­kei­ten von Industrie-Designern und Desi­gne­rin­nen, sich in kom­ple­xe Fra­gen und The­men unter­schied­li­cher Berei­che ein­zu­den­ken, machen es oft mög­lich, zu inno­va­ti­ven und krea­ti­ven Lösun­gen zu kom­men.

Für die Fir­ma Avo­la zum Bei­spiel haben wir die Arbeits­si­cher­heit und Ergo­no­mie einer Tisch­kreis­sä­ge der Bau­bran­che opti­miert. Die durch­sich­ti­ge Abde­ckung war zuvor so kon­stru­iert, dass Säge­spä­ne in den Zwi­schen­räu­men zurück­blie­ben und die Sicht auf das Säge­blatt ver­deck­ten. Kon­zep­te zur Opti­mie­rung der Bau­tei­le, Auf­hän­gung und Kine­ma­tik konn­ten als Lösungs­an­sät­ze ein­ge­bracht wer­den. Zudem wur­den Ideen für ein bes­se­re Abla­ge des Schie­be­stocks der Säge erar­bei­tet, um die Ver­wen­dung des Sto­ckes zu unter­stüt­zen und so die Gefahr von Arbeits­un­fäl­len an der Säge zu mini­mie­ren. Die­se Ände­run­gen konn­ten vor­ge­nom­men wer­den ohne die Fer­ti­gungs­art zu ändern oder die Pro­duk­ti­ons­kos­ten zu erhö­hen. Das Ergeb­nis war ein moder­ne­res Design mit bes­se­rer Per­for­mance in den Berei­chen Arbeits­si­cher­heit und Ergo­no­mie bei ver­gleich­ba­ren Kos­ten.

Oft wer­den Inves­ti­ti­ons­gü­ter nur in gerin­ger Stück­zahl ange­fragt. Dar­aus resul­tiert, dass die Fer­ti­gung oft­mals teu­er ist und die Beschaf­fung Zeit in Anspruch nimmt.
Aber durch tech­ni­sche Ent­wick­lun­gen in der Fer­ti­gungs­in­dus­trie sind heu­te auch gerin­ge Stück­zah­len rea­li­sier­bar, die durch eine hohe gestal­te­ri­sche Qua­li­tät über­zeu­gen.

MySurf Expert Innenleben

Zusam­men mit unse­rem Part­ner Nano­Fo­cus AG haben wir ein Mikro­skop der Hochpräzisions-Messtechnik ent­wi­ckelt. Auf Grund des hohen Anschaf­fungs­prei­ses der Gerä­te stan­den wir auch hier vor der Her­aus­for­de­rung, ein für die Klein- / Mit­tel­se­rie rea­li­sier­ba­res Gehäu­se zu gestal­ten.
Mit­hil­fe alter­na­ti­ver Her­stel­lungs­me­tho­den ist es uns gelun­gen, hoch­wer­ti­ge 3D-verformte Metall­bau­tei­le für die Gestal­tung zu ver­wen­den, die die her­aus­ra­gen­de Prä­zi­si­on und Wer­tig­keit der Tech­no­lo­gie der Nano­Fo­cus AG ange­mes­sen reprä­sen­tie­ren. Aus einem ein­zi­gen Werk­zeug kön­nen Bau­tei­le unter­schied­li­cher Grö­ße für die ver­schie­de­nen Model­le der Pro­dukt­li­nie gene­riert wer­den.
Dank der von uns vor­ge­schla­ge­nen Fer­ti­gungs­tech­nik wur­den die Kos­ten der Werk­zeug­her­stel­lung um über 90% redu­ziert. Die Fer­ti­gung über­zeug­te außer­dem durch die her­vor­ra­gen­de Ober­flä­chen­qua­li­tät, die kos­ten­güns­tig ermög­licht wer­den kann.

my-Surf Expert Nanofocus

HIGHEND MIKROSKOPIE

Hier kön­nen Sie mehr erfah­ren.

Vor­aus­ge­hend haben wir fest­ge­stellt, dass Design zur Ent­wick­lung der Mar­ken­per­sön­lich­keit bei­trägt und Nutzer*innen emo­tio­nal anspricht.
Auch im B2B-Bereich ist eine Wer­te­ver­mitt­lung und ein Leis­tungs­ver­spre­chen als Unter­neh­men not­wen­dig.
Tech­ni­sche Kom­pe­tenz, inno­va­ti­ver Fort­schritt und Ergo­no­mie sind nicht auf den ers­ten Blick nach außen hin sicht­bar. Design hilft aber dabei, die­se Pro­fi­le zu visua­li­sie­ren und eine Ent­wick­lung zu demons­trie­ren.
Dar­über hin­aus ist es beson­ders wich­tig, die spe­zi­el­len Anfor­de­run­gen des Markt­seg­ments durch Design noch sen­si­bler zum Aus­druck zu brin­gen.
Inves­ti­ti­ons­gü­tern wird oft eine Emo­tio­na­li­tät abge­spro­chen, denn im Ein­kauf inter­es­sie­ren vor allem har­te Fak­ten wie Preis und Leis­tung. Doch ins­be­son­de­re dann, wenn sich Tech­nik und Preis der Indus­trie­ma­schi­nen anglei­chen, dient Design als Unter­schei­dungs­merk­mal und kann vom übri­gen Markt abgren­zen. Und am Ende ist der / die Einkäufer*in eben immer auch ein Mensch, auf den Design als Trä­ger von Emo­ti­on wirkt.
Einem hoch ent­wi­ckel­ten Gerät, das in einer rudi­men­tär gefer­tig­ten Metall­kis­te ver­baut ist, wird weni­ger Ver­trau­en geschenkt, als einem aus­ge­stal­te­ten Pro­dukt. Denn mit einem guten Design bezeugt man Kun­den und Kun­din­nen einen aus­ge­reif­ten Ent­wick­lungs­pro­zess und ver­mit­telt Qua­li­tät und Zuver­läs­sig­keit. Das sind beson­ders im B2B-Bereich wich­ti­ge Unter­neh­mens­ei­gen­schaf­ten, die durch Ver­trau­en und Ver­läss­lich­keit lang­fris­ti­ge Geschäfts­be­zie­hun­gen ermög­li­chen.

Design schafft Wettbewerbsvorteile!

Betrach­tet man den Wert von Design im betriebs­wirt­schaft­li­chen Kon­text, kann zusam­men­fas­send gesagt wer­den, dass Gestal­tung zuneh­mend an Bedeu­tung gewinnt.
Auf die ein­gangs gestell­te Fra­ge, wel­chen Mehr­wert der Ein­satz von Design für Ihr Unter­neh­men schafft, kön­nen wir ant­wor­ten: Design schafft Wett­be­werbs­vor­tei­le!

Den maxi­ma­len Mehr­wert lie­fert Design, wenn es mög­lichst früh und ganz­heit­lich in den Ent­wick­lungs­pro­zess inte­griert wird.
Die Poten­zia­le des Industrie-Designs wer­den opti­mal aus­ge­nutzt, wenn sie nicht iso­liert oder der Ent­wick­lung nach­ge­stellt wer­den.
Zusätz­lich zur Visua­li­sie­rung der Ein­zig­ar­tig­keit von Pro­duk­ten schafft Gestal­tung eine prä­gen­de Iden­ti­tät und einen unver­wech­sel­ba­ren Wie­der­erken­nungs­wert. Damit trägt Design signi­fi­kant zur Mar­ken­bil­dung Ihres Unter­neh­mens bei.

Pro­dukt­ge­stal­tung ist bild­lich gespro­chen die Visi­ten­kar­te Ihres Unter­neh­mens.

Posi­ti­ve Effek­te des Designs auf die Unter­neh­mens­ge­win­ne konn­ten sowohl im Konsum- als auch im Inves­ti­ti­ons­gü­ter­be­reich fest­ge­stellt wer­den und wur­den durch die Stu­die „Die Schön­heit des Mehr­werts“ empi­risch belegt.
Inno­va­tio­nen kön­nen auf diver­sen Ebe­nen statt­fin­den. Sie kön­nen gebrauchs­tech­nisch, her­stel­lungs­tech­nisch, mate­ri­al­be­zo­gen, funk­tio­nal oder auch for­mal sein.
Zu all die­sen Teil­be­rei­chen kann Industrie-Design Bei­trä­ge leis­ten. Das wur­de an Bei­spie­len wie dem Nano­Fo­kus Mikro­skop ver­an­schau­licht. Hier wur­de das viel­schich­ti­ge Wir­ken von Design belegt. Gestal­tung nimmt Ein­fluss auf die Fer­ti­gungs­op­ti­mie­rung und Ergo­no­mie, die sich dann wie­der­um in Erschei­nungs­qua­li­tät, Preis und Hand­ha­bung wider­spie­gelt.
Die Stu­die „Die Schön­heit des Mehr­werts“  zeigt eben­falls, wie Gestal­tung durch die Opti­mie­rung des Kosten- und Res­sour­cen­ma­nage­ments auf wirt­schaft­li­cher, öko­lo­gi­scher und eben­so auf gesell­schaft­li­cher Ebe­ne wirkt. Lei­der wird das vor­han­de­ne Poten­zi­al in die­sen Berei­chen noch zu wenig genutzt. Es ist drin­gend nötig, an die­sen Stel­len anzu­set­zen, denn mess­ba­re Erfol­ge sind hier häu­fig ohne gro­ßen Auf­wand zu erzie­len.
Design lie­fert Kun­den und Kun­din­nen Argu­men­te für eine Dif­fe­ren­zie­rung von Pro­duk­ten durch Preis, Qua­li­tät, Form, Fer­ti­gung, Funk­ti­on und Tech­no­lo­gie, da es kla­re Leis­tungs­ver­spre­chen kom­mu­ni­ziert und nach außen hin sicht­bar und erfahr­bar macht.
Neben den genann­ten ratio­na­len Kri­te­ri­en spricht Design auch auf emo­tio­na­ler Ebe­ne an.
Visu­el­le Bot­schaf­ten aber auch die hap­ti­sche Erfah­rung eines Pro­duk­tes prä­gen die Wahr­neh­mung der Nut­zen­den. Doch auch ver­knüpf­te Asso­zia­tio­nen und Erin­ne­run­gen soll­ten nicht unter­schätzt wer­den.
Den einen dient Design als Sta­tus­sym­bol, ande­ren ermög­licht es die Iden­ti­fi­ka­ti­on mit Wer­ten und Leis­tungs­ver­spre­chen von Pro­duk­ten oder Unter­neh­men. Design ist der Schlüs­sel­fak­tor, ver­bin­det Form und Emo­ti­on mit tech­ni­scher Funk­ti­on unter Berück­sich­ti­gung öko­no­mi­scher Rah­men­be­din­gun­gen.

Pro­jek­ter Indus­tri­al Design bie­tet einen ganz­heit­li­chen Pro­zess zuguns­ten Ihrer Mar­ke bezie­hungs­wei­se Ihres Unter­neh­mens.
Die oben genann­ten Kri­te­ri­en sichern Ihnen lang­fris­ti­ge Wett­be­werbs­fä­hig­keit.
Unser Design ist zen­tra­les und stra­te­gi­sches Instru­ment Ihrer Unter­neh­mens­füh­rung und somit ein loh­nen­des Invest­ment in Ihre wirt­schaft­li­che Zukunft.

Nehmen Sie noch heute Kontakt auf!

Wir freu­en uns, Sie ken­nen­zu­ler­nen.

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